Mittwoch, 28. September 2011

Cefalicchio Country House


Allora, signore e signori! È impossibile da dire come allegro io sono, che la prima famiglia ha lanciato me fuori – Es ist unmöglich zu sagen, wie froh ich bin, dass mich die erste Familie „rausgeworfen“ hat!
Ich hätte ja geplant gehabt, bis Mitte  Oktober bei denen zu bleiben… Aber so is viel besser! Ich seh viel mehr von Italien und die Unterkünfte werden auch immer feiner =D
Bis 8. Oktober wohne ich nämlich in einem Zimmer, dass regulär € 120,- pro Nacht kostet *g*.

Wieso das? Ich bin in Canosa di Puglia (Apulien) in einem 4*Hotel angekommen,das von einer Österreicherin und ihrem italienischen Verlobten gemanagt wird, Kathrin und Livio. Die beiden haben eine wahnsinnig knuffige Tochter, Lea (die am Montag ihren ersten Rausch hatte xD Die Kleine is aber erst 18 Monate alt… Ihre Mutter hat ihr Weinglas auf den Tisch gestellt (hat nebenbei gekocht), in Reichweite von Lea. Und da wars auch schon leer =D).

Eine Kanadierin ist auch hier, Lilly. Sie ist 22 Jahre alt und macht eine Kochschule in Kanada. Momentan nimmt sie an einem Programm teil, bei dem die SchülerInnen nach Italien oder Frankreich fahren und für einige Monate und dort in Hotels/Restaurants kochen. Praktikum also…
Das find ich echt fein, so kann ich auch mein Englisch wieder ein bisschen auffrischen, was dringend notwendig is ^^ Unglaublich, wie schnell man da aus der Übung kommt, wenn ma nicht regelmäßig spricht… Ich glaub i sollt ma angewöhnen nur mehr englischsprachige Bücher zu lesen, sonst kann i bald garnix mehr o.O


bei der Herfahrt mit dem Bus überholt; auch eine Möglichkeit ein Pferd zu transportieren, wenn man keinen Anhänger hat...

Das wars fürs erste, beim nächsten Mal gibt’s dann mehr aus Canosa.
Arrivederci!

Montag, 19. September 2011

Montemarano

Ciao, miei amici!

Seit Dienstag befinde ich mich in dem malerischen Dörfchen Montemarano bei Hanni und Franco. Und ich muss sagen, mittlerweile bin ich froh darüber, dass Rosa und Massimo mich vor die Türe gesetzt haben! Hier gefällts mir viel besser.
Hanni ist aus Bayern und wohnt seit drei Jahren mit ihrem italienischen Lebensgefährten Franco, dem Kater Felix und den beiden Hunden Benni und Max in Montemarano. Franco ist unter der Woche den ganzen Tag arbeiten, während Hanni und ich zu Hause sind. Die beiden haben ein großes Haus mit einem riesigen Grundstück dran, auf dem alles Mögliche wächst und gedeiht. Und ich helfe Hanni bei allem was so anfällt, Unkraut jäten, gießen, Frutti ernten, Verdure in Olio oder Aceto einlegen, Marmellata kochen, polverare…
Und jeden Tag um 10:57 schaun ma „Tempesta d’amore“ an und i versteh jedes Wort!! =D
Ok, wär a bedenklich, wenns ned so wäre, es is nämlich auf Deutsch. Die können hier den SF1 empfangen…

Der einzige Nachteil hier ist, dass ich mit Hanni die ganze Zeit auf Deutsch rede und so weder meine english language skills noch meine italian language skills verbessert werden ^^
Obwohl ich hier eigentlich schon mehr Italienisch geredet hab, als bei den vorigen hosts, weil Franco kein Deutsch und kein Englisch spricht. Aber mit meinen paar Phrasen die i noch kann, komm i da a ned weit… Is echt schlimm, wie wenig frau nach 3 Jahren Italienisch Unterricht in der Schule kann.

Hanni, Umberto e Franco alla sagra della vino
Samstag Abend hab i mal andn Hofer Michi denken müssen. Perché? Perché sono stato alla sagra del vino – weil ich am Weinfest war. =D
Montemarano ist nämlich bekannt für seinen (Rot-)wein und dieses Fest findet jedes Jahr im September statt. Da gibt’s was zu essen, viiiel Wein und natürlich Musik. Montemarano is nämlich auch für einen Tanz bekannt: Tarantella
Hanni und ich habens auch versucht, hat aber wsl eher unprofessionell ausgschaut xD War aber trotzdem lustig.
Und i muss sagen, i freu mi schon wieder richtig aufs Party machen und abshaken mit euch, egal ob A1, Cabrio, Höller, Beck’s, Scorbar oder Privatparty ;)

Auf dem Fest hätt mi die Hanni dann a gleich verkuppeln wollen *lol*
Mit an gewissen Renato – der is nämlich noch frei und so unglaublich gut erzogen, was selten is in Italien und a richtig Fescher!
Also die Hanni und i haben definitiv an unterschiedlichen Geschmack was Männer angeht ;)
Obwohl ma faierweise sagen muss, dass er einer der annehmbareren Italiener is, die i bis jetzt gesehen hab.

Das einzig nervige is, das es ständig Probleme gibt, wenns ums Essen geht. Weil i ja ka Fleisch ess, die beiden aber schon. Und es gibt dann halt jeden Abend Pasta und da is meistens Fleisch drin. Ich hab gleich gsagt, dass mir das nix ausmacht, aber die Hanni is da so pingelig und macht sich ständig Gedanken drüber. Sowas anstrengendes -.-
Einerseits regt sie sich über die deutschen Frauen auf, die so unflexibel sind, aber andererseits is sie a ned wirklich flexibel… *imaginäreaugenbrauehochzieh*.
I hab ihr schon mindestens hundert Mal gsagt hab, dass i eh ned verhunger und einfach das esse, was da is, auch wenns nur Beilagen sind! Aber das wollens auch ned, die zwei, weil „wie schaut denn das aus!“
Und jetzt hats auch noch gmeint, sie hat mich von Anfang an gefragt, ob ich alles esse. Also an das kann i mi ned erinnern, aber bitte… Eine Woche halt ma uns schon noch aus, weil dann muss i eh wieder weiter.

Und i bin drauf gekommen, i hätt ma glaub i doch noch a Paar Schuhe mitnehmen sollen ^^. Ich hab nur meine FlipFlops und die Wanderschuhe/Arbeitsschuhe mit. I hab einfach ned dran gedacht, dass i wenns kälter wird a normale Schuhe bräuchte, mit denen i so herumlaufen kann. Bei der nächsten Gelegenheit werd i ma wohl welche kaufen müssen…

Ich hoff euch geht’s allen gut!
Alla prossima volta =)

Sonntag, 11. September 2011

ereignisreiche Woche


Liebe Leute, die letzte Woche war ganz schön ereignisreich!

Ausblick vom Vesuv ^^ - quasi ned vorhanden zu dem Zeitpunkt
Am Mittwoch hatte ich meinen ersten freien Tag und ich bin nach Neapel gefahren und hab den Vesuv erklommen. Ok, die ersten 1000m bin i mit dem Bus gefahren, aber die letzten paar 100 Meter bin i dann zu Fuß gegangen ;) Die Aussicht war … eingeschränkt, weil der Gipfel von einer Wolkendecke umgeben war und Neapel von einer Smogschicht bedeckt, aber beim runtergehen hats dann a bissl aufgelockert und man hat doch noch was gesehen. Neapel is echt riiiiiesig!! Herukulaneum hab i dann a glei nu besucht, das is so a Ausgrabungsstätte wie Pompei.

Apropos Neapel. Ich war am Mittwoch da und bin seit Samstag Mittag schonwieder da.

Ihr werdets euch jz denken „hä? Soll die nicht eigentlich auf der Farm arbeiten?“  Jap. Eigentlich.
Is aber in der Zwischenzeit was Lustiges passiert.
Am Freitag am Abend, so gegen 20:00 kommt auf einmal die Rosa (mein host) zu mir und Sepp (der andere Volontär) und teilt uns mit, dass wir die Farm am nächsten Tag in der Früh verlassen müssen. Es tue ihr ja wirklich leid, aber es gebe Probleme am anderen Teil ihrer Farm (in Apulien, da wo sie die Mandeln anbauen, die wir am Montag gesammelt haben). Irgendwas mit „Leute klettern in ihre Gärten und klauen die Mandeln“…
Und sie wissen noch nicht, wie lange sie dort bleiben müssen und wohnen dort in einem Hotel (HOTEL nicht Hostel, hat sie extra betont). Das ist natürlich zu teuer, um uns Volontäre mitzunehmen. Tjaaa…
Zuerst haben wir mal ziemlich blöd dreingschaut, glaub i. Dann hamma uns gleich den Internet-Stick geschnappt und nach einem erschwinglichen Hostel in Neapel gesucht und, klar, neuen hosts.
Sepp hat am selben Abend noch wen neuen gefunden, ich  zum Glück später auch. Um 22:00 dann kommt die Rosa runter auf den Balkon und meint, sie braucht jetzt SOFORT das Internet, denn wir habens eh schon den ganzen Tag (sind erst um 7 vom Arbeiten nach Hause gekommen und haben dann das Internet bekommen). Wir habens garnimma packt. So a Frechheit.
Aber das Lustigste war dann noch am nächsten Morgen, die Rosa is so gegen 08:00 nach Apulien gefahren, ihr Mann der Massimo war noch da. Bevor wir zum Bus rauf in den Ort sind, haben wir uns halt von ihm noch verabschiedet und gesagt, dass wir das gestern nicht in Ordnung fanden, weils halt echt kurzfristig und extrem überraschend war. Da hat er gmeint, ihr könnts ja eh noch an Tag da bleiben und hat sich so verhalten, als hätten wir plötzlich beschlossen spontan abzuhauen. War a bissl straaaange. Aber ok. Dann hat er auch noch so auf die Art gmeint „ihr könnt ja wieder mal kommen“. Ja. Genau. Dass ma nach einer Woche wieder rausgeschmissen werden…
Sepp hat gleich a Beschwerdemail zur Wwoof-Organisation gesendet und ich werd denen noch a fette schlechte Beurteilung auf workaway hinterlassen.
Des kanns ja echt ned sein.

Das Hostel in Neapel is echt ziemlich fein! In einer guten Gegend und sauber, wir können die Küche benutzen (Frühstück is inklusive) und einen Gemeinschaftsraum gibt’s auch. Also wenn mal wer a paar Tage in Neapel verbringen will und ned couchsurfen will: http://www.6smallrooms.com/
Von außen schauts zwar ned sehr seriös aus und wir haben uns auch zuerst mal gedacht „schande, wo sind wir da jz hingekommen“, aber innen is echt der Wahnsinn! Die erste Nacht hamma in ana „private suite“ verbracht und die kommenden 2 Nächte in einem Zimmer mit 5 Betten drin. Bei der „private suite“ ist ein Bad dabei, aber das Ganze is echt MINI und es gibt keine Türe zum Badezimmer, bloß an Fadenvorhang. Bei dem anderen Zimmer jz gibt’s a Gemeinschaftsbad. Des is aber ned a großer Raum mit vielen Duschen, sondern es sind drei kleinere Räume mit je einem Klo, einem Waschbecken und einer Dusche, also eh sehr privat. Die „private suite“ hat sie ned soooo ausgezahlt, aber nachdems nur 2 Euro teurer war, als wenn ma alle 3 Nächte im großen Zimmer geschlafen hätten passts schon =)
Tiramisuuuuu =D
Sepp

Am Samstag sind wir dann den Nachmittag einfach ziellos in der Altstadt herumgelaufen (sind um ca 14:00 beim Hostel angekommen), bei einer Bäckerei ein Tiramisu gegessen (sooooo fain). In der Nacht sind wir dann auch noch mal in die Alststadt gegangen, war ziemlich viel los dort.
Den Sonntagvormittag haben wir einfach im Gemeinschaftsraum des Hostels verbracht, gelesen, free WiFi genutzt und gechillt. Dann sind wir mit Nilo (wieder ein Deutscher, der hier im Hostel wohnt) nach Pompei gefahren und haben uns die Ausgrabungen dort angeschaut.
Pompei, Neapel, Apennin

Morgen werden wir wsl mal zum Hafen runterschauen… Einfach wieder irgendwie den Tag verbummeln ;)

Allerbeste Grüße aus dem hochsommerlichen Neapel


Sonntag, 4. September 2011

=)


collecting hazelnuts
Hey!
Bin gut angekommen, Zugfahrt war ok (teilweise warn ma zu 6st im Abteil, da wars a bissl ungemütlich).
Umsteigen in Rom hat geklappt und in Neapel hab i a den Bus nach Avellino gleich gefunden. Dort hat mich dann die Rosa abgeholt und wir sind zu einem ihrer Häuser gefahren. Rosa’s und Massimo’s (meine hosts) farm liegt weit verstreut in Kampanien und Apulien.
Das Haus war so ein richtig typisch altes Ding, riiiiiesig und einfach nur fain.
Am Nachmittag sind wir dann gleich mal Haselnüsse klauben gefahren, was wir dann auch SA und SO gemacht haben. Chillige Arbeit, nur die ganzen Moskitos nerven. Von denen gibt’s hier tausende, mein ganzer Körper is schon zerstochen. Die Lansky würd sagen „ich wurde so richtig genagelt“ ;)
Und die Viecher sind so schnell, viel schneller als die in Österreich, is richtig schwierig die zu erschlagen… ^^
frisches Obst vom Garten - die Feigen san des Geilste!! =D
Heute am Nachmittag sind wir dann zu einem anderen Haus gefahren. Da is jz auch noch ein zweiter Woofer, der Sepp aus München. Er is schon seit April in Italien unterwegs und wird in zwei oder drei Wochen weiter nach Sizilien fahren.
Morgen fahren wir gaaaanz bald in der Früh nach Apulien, kann Plan, was ma da machen, aber auf jeden Fall müss ma um 7 dort sein o.O


Donnerstag, 1. September 2011

Auf geht's


Aaaaah, jz is es so weit, heute geht’s los. Um 19:26 fahr ich von Wien Meidling im EN235, Wagen 409, Platz 016 auf fast 4 spannende Monate zu. Wird wsl keine sehr gemütliche Nacht, ein Sitzplatz is einfach billiger als ein Schlafwagen ;) Aber wsl bin i eh viel zu aufgeregt zum Schlafen und muss die ganze Zeit aus dem Fenster schauen.
Um 09:15 Uhr am Freitag komm ich in Rom an, dort hab ich eine Std zeit zum Umsteigen Richtung Neapel. Von dort geht’s dann mit dem Bus weiter Richtung Avellino. Nach einer weiteren Stunde Fahrt muss ich bei der ersten Station (ja, die kommt erst nach 1 Std) aussteigen, von dort werde ich von meinen Hosts abgeholt.
Hier werde ich also den September und die ersten 3 Wochen des Oktobers verbringen: http://www.workaway.info/9763285814bc-en.html
Die letzte Oktoberwoche werde ich so richtig touristisch sightseeing betreiben. Rom, Neapel, Avellino, Pompeji und was sich halt so ergibt…
November und Dezember verbringe ich dann hier: http://www.workaway.info/557417586954-en.html

Ein Update an Informationen inkl Fotos erfolgt, sobald i wieder Internetanschluss hab (i hab kan plan, ob mein erster host a internet hat, also dauerts vlt a bissal --> drum ned stressen, wenn i mi länger ned meld, i bin ned von mafiosi entführt, missbraucht, ermordet und im meer versenkt worden, sondern bin einfach zu weit entfernt von zivilisation und der modernen technik :P )

Speziell @ mum & dad: euch ruf i eh an, wenn i angekommen bin ;)


Also meine braven blog-Leser, i wünsch euch a schöne Zeit in Österreich (Uganda, Lesotho, Kanada/USA, … --> wo a immer).
I werd euch vermissen und erwart ma natürlich regelmäßige Nachrichten, was sich so tut (mit allen schmutzigen Details!!! Besonders die, die die Kitzi betreffen :P)

Tanti cari saluti e a presto!




survival-tools, gesponstert von den besten ;)



Dienstag, 30. August 2011

UK-Tour mit Gina

17.8. – Auf zur Insel
Leicht verkühlt (danke, Gwendo :P) gings um 16:50 MESZ per RyanAir von Linz nach London Stansted. Von London aus führte uns unsere Reise mit dem Bus mitten in der Nacht (wir sind immer mit Megabus gereist – die billigste Variante) weiter nach Plymouth.
18.8. – Plymouth
Um ca. 4 Uhr in der Früh sind wir in der Stadt angekommen. Und: WELCOME IN ENGLAND: es regnet!! -.- Und der McDonalds sperrt erst in 2 Std auf. A kingdom for an umbrella. Natürlich hatten weder Gina noch ich einen Regenschirm mit. So haben wir Unterschlupf bei einem Busbhf gesucht und gewartet bis der McI aufsperrt, wo wir uns dann eingenistet haben, bis 8 Uhr.
So gegen Mittag hat der Regen dann zum Glück fast aufgehört und wir konnten uns endlich die Stadt gemütlich anschauen.
Unten am Hafen gibt’s ein gratis Freibad, wegen der eher herbstlichen Temperaturen und meinem schmerzenden Hals hab ich aber auf den Sprung ins Nass verzichtet. Nur Gina – die Hardsau – hat sich rein gewagt. FREEZING COLD
Nach dem Herumlaufen haben wir vor der Uni unser Lager aufgeschlagen, gedöst, Tridom (sehr feines Spiel – empfehlenswert für Reisen ;) ) gespielt, gelesen und auf unseren Host gewartet. Um 18:00 Uhr kam der dann auch mit seinem Auto und hat uns abgeholt. Wir haben unsere Rucksäcke in seinem Haus abgelegt und sind dann weiter zu einem Strand gefahren (der leider nur mit dem Auto zu erreichen ist). Schöner Platz.
So um 20:00 waren wir dann wieder zu Hause, haben zu Abend gegessen (jaaa, er hat gekocht ^^) und gequatscht. Also wenn wer von euch mal einen CS Host in Plymouth braucht, Tim ist zu empfehlen! So um die 40, extrem sportlich, Pathologe, talkative und das Bett, das er anbietet, war eines der bequemsten Schlafplätze in dieser Woche =)
19.6. – Weiter nach Exeter
Um 7 in der Früh verließen wir Tim’s Haus (mit Frühstück) und machten uns auf den Weg zum Bus nach Exeter, wo wir nach ca. 1 Std Fahrt ankamen.
Zuerst gleich mal zur Tourist-Information um einen Stadtplan zu holen.
Exeter ist schonmal viiiiel sehenswerter als Plymouth, war die zweitschönste Stadt die ich in der Woche besucht habe…  Wir sind einfach den ganzen Tag herumgelaufen, vorbei an der Kathedrale, durch die Innenstadt zu einem schönen Platz mit einer kleinen Ruine. In der Innenstadt sind wir einem Straßenkünstler begegnet, der seit einigen Jahren in ganz Europa herumreist und mit Kreiden Bilder malt.
Auf der Stadtkarte der Tourist-Info war ein Friedhof eingezeichnet „Bartholomew’s Cemetery“. Er war zwar nicht als Touristen-Attraktion gekennzeichnet, aber ich wollt hin und konnte dann auch die Gina überzeugen ^^ Sehr alter Friedhof mit nur mehr wenigen (verwitterten) Grabsteinen, bei vielen konnte man nichtmal mehr die Inschrift lesen und auf einem war sogar noch ein Pentagramm drauf ^^
Nach dem Friedhof gings runter zum Quay, mit vielen kleinen Geschäften. Hier „zwang“ Gina mich Fudge zu kaufen – eine typisch britische Süßigkeit, wer auf sehr süße Sachen steht, wird es mögen ;)
Unser CS Host in Exeter wohnte seeeehr weit außerhalb in einem kleinen Ort im Naturschutzgebiet Dartmoor. Da raus fährt von Exeter nur 2x/Tag ein Bus, deshalb beschlossen wir dorthin zu hitchhiken. Also stellten wir uns an die letzte Abzweigung in Richtung des Dorfes und hielten unsere Daumen gen Himmel. Nach 20 Minuten hielt endlich einer an, ein älterer Herr mit Kind am Rücksitz. Er war auf dem Weg nach Hause (ein Miniort neben dem Ort wo wir hinmussten) und nahm uns mit =D Er fuhr extra wegen uns einen Umweg und drückte uns beim Aussteigen dann auch noch 10 Pfund (bisschen mehr als € 10,-) in die Hand =D I love hitchhiking ;)
Julia – so war der Name unseres Hosts – war zwar nicht zu Hause, aber ihr Sohn war da. Der war nicht sehr gesprächig und so blieb uns auch der Small Talk erspart.
Es gab nur ein Problem: unser Bus am nächsten Tag fuhr um 8:05 von Exeter ab, der erste Bus von dem kleinen Dorf kam aber erst um 8:13 in Exeter an…
20.6. – Auf dem Weg nach Bristol
Also verließen wir um halb 5 in der Früh das warme Bett und machten uns zu Fuß auf zum nächsten Dorf, wo wir hofften, wieder eine Mitfahrgelegenheit zu finden. Nach einem einstündigen Gewaltmarsch durch das hügeligste Gebiet der Welt (ist es nicht wirklich, aber uns kams so vor ^^ man konnte sich nichtmal freuen, wenns mal bergab ging, weil man wusste, dass es gleich wieder bergauf geht -.-) und nur 3 Autos die uns begegnet sind (und alle in die falsche Richtung unterwegs waren) kam endlich ein Auto vorbei, das in die richtige Richtung fuhr. Und HURRAY HURRAY es blieb sogar stehen!! =D So haben wir es doch noch geschafft rechtzeitig zum Megabus zu kommen, der uns nach Bristol brachte.
In Bristol waren wir ziemlich k.o., nach dem frühen Aufstehen und herumlaufen ja auch nicht verwunderlich… So hat es gut gepasst, das uns hier eine Freundin von Gina’s Zeit in Southhampton (Emily) besucht hat und wir die ersten Stunden hauptsächlich herumgesessen sind. Nach dem Mittagessen kehrten Gina’s und meine Lebensgeister zurück und wir erklommen sogar den Rapunzen Turm ;)
Am Abend sind Gina und Emily dann ins Kino um sich HP7/2 anzuschauen. Da ich den schon gesehen hatte, machte ich mich alleine auf zu unserem Host, Jerome.
21.8. – Nächster Halt, next Stop: Cardiff (Wales)
Diesesmal mussten wir nicht so bald aus dem Bett, unser Bus fuhr erst um 8:50 ab. Emily begleitete uns noch bis zur Coach-Station und machte sich dann auf ins Zentrum, um den restlichen Tag in Bristol zu verbringen.
In Cardiff angekommen liefen wir erstmal wieder zur Tourist Information und holten uns eine Stadtkarte. Nach ein wenig in der Stadt herumlaufen trafen wir zu Mittag unseren Host Augur. Hier gab es dasselbe Problem wie in Exeter: er wohnte ziiiemlich außerhalb, ohne Auto oder Öffi nicht zu erreichen. Da unser Bus am nächsten Tag aber um 5:40 abfuhr, gab es keine Möglichkeit rechtzeitig wieder in der Stadt zu sein.
Deshalb sagten wir unserem Host kurzfristig ab und beschlossen halt irgendwo zu übernachten ^^. Wir haben sogar einen riiiiiesigen Park gefunden (der war noch fainer als der in Innsbruck ;) ), aber – wie alle Parks im UK – schloss der um 20:00 sein Pforten.
Die Unterführung gleich neben der Busstation war leider schon besetzt, so beschlossen wir mal zu schauen, wie lange McDonalds und BurgerKing geöffnet haben. Und, kaum zu glauben, der McI hat dort wirklich 24Std/Tag 7Tage/Woche geöffnet!!
Um halb 10 herum wurde es uns aber zu blöd da drinnen zu sitzen und verlagerten unseren Schlafplatz vor den McI. Obwohl Sonntag war, waren extrem viele Leute unterwegs. Die meisten waren eh ok, aber dann kam eine Gruppe von Burschen vorbei, die einfach keine Ruhe gegeben hat. Weil uns sowieso auch schon kalt war, beschlossen wir, wieder in den McI zu gehen und uns aufzuwärmen. Blöderweise hat der zwischen 23:00 und 05:00 nur Take-away-Service und die Sitzplätze sind abgesperrt. Mist.
Anscheinend haben wir aber so müde und fertig ausgeschaut, dass uns die 2 Security-Typen erlaubt haben und auf die Bänke zu legen =D
Gegen 04:00 mussten wir zwar raus, weil da ein riesen Ansturm von Leuten kam und sich ein Mädchen schon ziemlich aufgeregt hatte, warum wir dort hinten sein dürfen und sie nicht, aber die Secos passten ganz gut auf uns auf und verscheuchten die ganzen Betrunkenen, die uns blöd anmachten. Unsere eigenen Bodyguards ;)
22.8. – Auf nach Birmingham und weiter nach Manchester
Um 20 vor 6 fuhr unser Bus los nach Birmingham, wo wir sehr müde ankamen. Da keine von uns beiden sehr motiviert war, wieder den ganzen Tag herumzulaufen, machten wir es uns in einem Park neben der Uni gemütlich, um für ein paar Stunden zu schlafen. Was auch ganz gut ging, bis plötzlich 3 Typen auftauchten, die ziemlich dodgy waren. Die ließen sich einfach nicht abwimmeln :/ und wir waren schon verdammt genervt – als plötzlich ein Seco dastand o.O
Der hat die 3 dann verscheucht und gemeint, sie haben eh schon länger ein Auge auf uns, weil sie nicht wussten, was wir da machen. Also eigentlich hab ich ja was gegen diese ganzen Überwachungskameras die überall im UK herumhängen, aber seit dem Vorfall werden sie mir immer sympathischer…
Noch am selben Tag gings weiter nach Manchester – meiner letzten Stadt – wo auch Magda zu uns stoßen sollte.
Unser Host, Thorsten (ein Deutscher), holte uns von der Couch Station und fast um Mitternacht dann auch Magda vom Bahnhof.
23.8. – Manchester
An diesem Tag konnten wir uns endlich mal ausschlafen. Um ca. 12 machten wir uns dann zu dritt auf in die Stadt (zum ersten Mal ohne Rucksäcke – 10 kg leichter). Manchester war die mit Abstand fainste Stadt, alleine schon wegen dem sehr stylischen Einkaufszentrum „Affleck’s Palace“. http://www.afflecks.com/
Gina ließ sich in Manchester tätowieren und am Abend gingen wir zur Feier des Tages chinesisch essen.
Um 23:59 verließ ich Gina, Magda und Manchester per National Express Richtung Birmingham, wo ich umstieg in den Bus zum Flughafen London Stansted.
24.8. – Wieder nach Hause
Um 13:35 hob mein Flieger dann ab Richtung Linz, wo ich um 16:23 MESZ landete (und beim Aussteigen aus dem Flugzeug gekocht wurde – nach einer Woche so um die 20°C sind 35°C einfach zu heiß).

War eine verdammt faine Woche mit Gina (und Emily und Magda) =)


Wer das ganze in einer etwas anderen Version und auf Englisch lesen will:
http://anotherotherblog.wordpress.com/2011/08/31/great-britain-travels/

Dienstag, 2. August 2011

städtereise

Vor einer Woche bin ich von meiner Städtereise mit Sarah nach Hause gekommen. Wir besuchten nacheinander Linz, Salzburg, Innsbruch, Dornbirn/Bregenz, Zürich und Graz.

Couchsurfen ist eines der besten Dinge, die ein Mensch je erfunden hat, der-/diejenige sollte eigentlich einen Nobelpreis bekommen ;)
Unsere erste Couchsurf-Erfahrung machten wir in Innsbruck (in Linz schliefen wir bei Tami und in Salzburg in einer Jugendherberge). Wir fanden bei einer 23-jährigen Pädagogik-Studentin Unterkunft, die uns im Zimmer ihres Bruders, der gerade nicht da war, übernachten ließ. War ganz gemütlich bei ihr, aber den Aufenthalt in Dornbirn bei Lukas kann das nicht toppen. Auch wenn wir im Nachhinein herausfanden, dass er erst 17 und nicht wie auf couchsurfing.org angegeben 19 ist, ändert das nichts daran, dass wir mit ihm eine Menge Spaß hatten. Wir wurden freundlichst empfangen, mit original Vorarlberger Käsespäzle, gekocht von seiner Großmutter. Am Samstag gingen wir mit ihm und einem Freund von ihm in eine Disco und am Sonntag besuchten wir die Bregenzer Seefestspiele (sehr feine Bühnenshow!!).
Die Nacht zwischen Zürich und Graz verbrachten wir im Zug - es gibt tatsächlich einen Zug, der direkt von Zürich nach Graz fährt, ohne umsteigen =D.
In Graz besuchten wir meine Tante, bei der wir die letzte Nacht unserer Rundreise schliefen und am Mittwoch in der Früh machten wir uns auf den Weg zurück nach Aschbach.
Unser Ziel, alle Wahrzeichen der Hauptstädte zu besuchen, haben wir erreicht, mehr hatten wir nicht vor. War eine sehr stressfreie und entspannende Woche, die mir Appetit auf mehr gemacht hat ;)